Verabschiedung Simon Winkelmann im 1. MJC

Der Käfertaler „Praktische Arzt und Geburtshelfer“ Fr. Simon Winkelmann hatte 2 Söhne in der Käfertaler Nelkenstraße. Der jüngere Sohn Simon Friedrich kam am 22.2.1940 bald nach Kriegsbeginn auf die Welt. 

Nach dem Besuch der Käfertaler Grundschule machte er im Oktober 1959 Abitur am Lessing-Gymnasium. Ab 1960 studierte er in Heidelberg unter anderem Biologie. Sein Promotionsstudium brach er im 15. Fachsemester September 1969 ab. Während des Studiums lernte er auch seine erste Frau Franziska kennen und zog mit ihr im September 1969 in Käfertal in der Ladenburger Straße 5 ein. 

In der gleichen Zeit begann sein Engagement für Judo und andere Budosportarten. Ein Grüngurt nahm ihn damals mit zum Training in die U-Schule. Er fand Gefallen am Judo, diente sich hoch und erhielt bereits zu Weihnachten 1969 seinen braunen Gurt. Ebenfalls in den sechziger Jahren verlagerte der 1. Mannheimer Judoclub seine Trainingsstätte in den Kaisergarten in der Neckarstadt-West. 

Zur gleichen Zeit begann auch Simons Wirken als ehrenamtlicher Betreuer beim Jugendferienwerk Mannheim. Hier begleitete er verschiedene Freizeiten vom Skifahren bis zum Wassersport. Seine letzten Freizeiten bestritt er bei Wasserskifreizeiten in Gersau am Vierwaldstättersee in der Schweiz. 

Anfang der Siebzigerjahre absolvierte Simon sein Referendariat an der Carl-Benz-Schule in C 6 als Biologielehrer. Hier lernte er Norbert Mahninger und Willi Brümmer in der Parallelklasse zu seiner Klasse als Schüler kennen. Später wurden die beiden Trainer, Vorsitzender und Jugendleiter im 1. Mannheimer Judoclub. 1972 half Simon die Ju-Jutsu-Abteilung zu gründen und legte im Dezember 72 erfolgreich die Prüfung zum 1. Ju-Jutsu Dan ab. 

Nach der Hochzeit mit Franziska wurde Familie Winkelmann durch die Geburt der Tochter Kerstin 1974 (heute anwesend) vollständig. Am 3.12.1974 wurde Simon „Beamter auf Lebenszeit“ und trat seinen Dienst am Studienkolleg in Heidelberg als Assessor in den Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik an. Hier betreute er bis zu seiner Pensionierung mit viel Hingabe Studierende aus aller Herren Länder, die mit seinem Unterricht die Hochschulreife erreichen sollten. 

In Kerstins 5. Lebensjahr trennte sich Familie Winkelmann: Mama Franziska und Tochter Kerstin zogen nach Heddesheim und Kerstin absolvierte dort noch das erste Schuljahr bis beide nach Frankreich übersiedelten. Kerstin besuchte dann dort die Schule, studierte Pharmazie und betreibt heute in der Nähe von Caën in der Normandie eine Apotheke. 

In den Sommermonaten verbrachte Simon viel Zeit auf seinem Motorboot im Reffenthal mit seinen Mitbetreuern vom Jugendferienwerk und Freunden. Die private „Saunarunde“ bildete sich heraus, die bis heute noch besteht. 

Seit ca. 1994 trat Christel Rottmann in Simons Leben. Sie erkannte in Erinnerung an gemeinsame Straßenbahnfahrten zur Schule in Simon einen der früheren sog. „Winkelmann Buben“ wieder. 2000 erfolgte die Hochzeit und parallel das schrittweise Umsiedeln in die Belchenstraße 23 auf dem Lindenhof. Vor allem als Fotograf begleitete er bis 2015 die Tennisrunden-Spiele seiner Frau für den Grün-Weiß-Mannheim. 

Simons vielfältige Aufgaben für den Budo-Sport zeigten sich in vielerlei Funktionen: nachdem er Pressewart im 1. Mannheimer Judoclub war, bekleidete er 1981 bis 91 die Funktion des 2. Vorsitzenden, anschließend bis 2009 des 1. Vorsitzenden und wurde bis zu seinem Tod im Dezember 2025 Ehrenvorsitzender. Darüber hinaus spürte man seine Regie beim Welzturnier und bei den Begegnungen mit VICHY und TOULON. Den Judokreis Mannheim führte er über viel Jahre als Vorsitzender und war im Vorstand des Sportkreises Mannheim der „Beauftragte der Fachverbände“. Die Judo-Gemeinde bedankte sich mit Ehrengraduierungen bis zum 5 Dan . 

Schließlich zu erwähnen sind noch die Umzüge des 1. MJC in die Käfertalerstr. und der Bau des hiesigen Dojos, die Einführung der Senioren-Selbstverteidigungskurse sowie der Judo Freizeitgruppe. 

Auch musikalisch gab Simon oft den Ton an, wenn er sein Saxofon auspackte. Zu erinnern ist an die „Black-Belts“, eine 4er-Band des 1. MJC. Und schließlich war Simon ein ganz großer Eisenbahnfan. An seinen Wohnsitzen befanden sich jeweils richtig große, fast professionelle „HaNull“-(HO)-Anlagen, wobei er auch gelegentlich mit seinen Freunden Ausflüge zu den großen Vorbildern der Eisenbahn unternahm.

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