Nachgefragt - der Sportkreistalk mit Jürgen Dörr

Am 01.04.1923 wurde in Mannheim von (damals städtischen) Polizeibeamten der Polizei-Sportverein Mannheim gegründet. Erster Vorsitzender war damals Oberleutnant Feuerpeil und neben Handball wurde auch Faustball gespielt. Ein Jahr später wurde der Polizei-Sportverein Mannheim Gründungsmitglied im Polizeisportverband und der Verein nahm eine rasante Entwicklung. Insbesondere nach dem 2. Weltkrieg – als sich Polizei-Sportvereine auch der breiten Bürgerschaft öffneten - wurde er zu einem der großen Mannheimer Sportvereine mit bis zu 1500 Mitgliedern. Nun, im Jubiläumsjahr zum 100jährigen Bestehen hat der Mehrspartenverein rund 700 Mitglieder, davon 216 Kinder und Jugendliche, die vor allem in den Bereichen Handball, Fußball, Karate und Schießsport aktiv sind. Weitere Abteilungen sind eine Ski- und Yoga-Abteilung, daneben gehört zum Verein auch die Polizei-Eishockey-Mannschaft des Polizeipräsidiums Mannheim (in der noch ausschließlich Polizeibeamte Eishockey spielen). Unsere Sportkreisvorsitzende Sabine Hamann hat nicht nur zum runden Vereinsgeburtstag gratuliert, sondern auch bei Jürgen Dörr nachgefragt, der seit über 30 Jahren die Geschicke als erster Vorsitzender lenkt.

Sportkreis: Der Polizei-Sportverein Mannheim hat gerade sein 100jähriges Bestehen gefeiert. Können hier ausschließlich Polizeibeamte Mitglieder sein und handelt es sich um einen Verein der Mannheimer Polizei?

Jürgen Dörr:  Der Polizei-Sportverein Mannheim wurde, wie viele andere Polizei-Sportvereine in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in zahlreichen anderen Städten Deutschlands, von Polizeibeamten gegründet, die in den neuen Vereinen die damals klassischen Polizei-Sportarten (Feld-)Handball, Fußball, Judo oder Schießsport ausübten und man das damals kaum vorhandene „Dienstsport-Angebot“ durch eine außerdienstliche sportliche Betätigung in einem Verein ausgleichen wollte. Und so gab es schon 10 Jahre später über 100 Polizei-Sportvereine in Deutschland, die in manchen Sportarten über Jahrzehnte hinaus eine führende Rolle in Deutschland spielten. Gleichwohl öffneten sich Polizei-Sportvereine jedoch sehr schnell auch der breiten Öffentlichkeit für eine Mitgliedschaft, auch vor dem Hintergrund, dass gerade für Mannschafts-Sportarten nicht immer ausreichend (talentierte) Polizisten zur Verfügung standen. So ist der Anteil der Polizisten in den Polizei-Sportvereinen in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgegangen, auch durch die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen, die ja naturgemäß gar nicht Polizisten sein können – und bei einem Polizei-Sportverein wie auch andere erwachsene „Nicht-Polizisten“ am einfachsten die ersten ausschließlich positiven Kontakte mit Polizisten herstellen konnten indem man zusammen trainierte oder an Wettkämpfen teilnahm. Zusammengefasst: Der Polizei-Sportverein Mannheim ist – wie fast alle Polizei-Sportvereine - ein durch Polizisten gegründeter Verein, dessen Vorsitzende über 100 Jahre immer Polizisten waren – der aber jedem Bürger und jeder Bürgerin Mannheims egal welcher Konfession, Nationalität oder Herkunft offensteht.  

Sportkreis: Bei den Jubiläumsfeierlichkeiten hat der PSV viele Komplimente für sein lebendiges Vereinsleben in den unterschiedlichen Abteilungen und Sportarten erhalten. Wie möchten Sie diese Erfolgsstory fortschreiben?

Jürgen Dörr:  Unsere Erfolge liegen weniger darin, zahlreiche Meisterschaften oder Aufstiege zu erzielen, insofern wissen wir auch, dass wir nicht zu den Leistungssport-Vereinen zählen. Unsere Erfolge zeigen sich aber darin, dass wir in den von uns  angebotenen Sportarten  immer wieder Talente hervorbringen, die dann später – dann natürlich über andere Vereine - im Handball oder Fußball in der Bundesliga oder sogar in der Champions-Liga spielen oder einmal Olympia-Teilnehmer werden. Aber dennoch erreichen wir auch in Einzelwettbewerben immer wieder tolle Erfolge wie Deutsche Meisterschaften. Diese Erfolge möchten wir natürlich immer wieder einmal wiederholen – dazu gehören engagierte Ehrenamtliche wie Trainer, Übungsleiter oder Abteilungsleiter, die die Abteilungen mit Leben gestalten und vor allem auf Nachwuchs-Arbeit achten. Daher betreiben bei uns mittlerweile weit über 230 Kinder und Jugendliche – mehr als 30% der Mitglieder – Sport in den großen Abteilungen Handball, Fußball und Karate und wir haben tolle ehrenamtlich Engagierte, Trainer und Trainerinnen, die mit großem Engagement gerade auf Jugendarbeit setzen. Daher wollen wir vor allem im Nachwuchsbereich weiterhin unsere Hauptaufgabe sehen – sind aber auch stolz, wenn es unseren Handballdamen gelingt in die Kreisliga aufzusteigen oder wie jetzt die Fußball-Herren in die A-Klasse aufsteigen und wir in der Region als feste Größe im Sport verankert sind.

Sportkreis: Welche Rolle spielt der Polizei-Sportverein für Mannheim und die Region und welche Impulse kann er geben?

Jürgen Dörr:  Ziel des Polizei-Sportvereins wird nicht sein, in höheren Spielklassen zu spielen. Wir wollen vielmehr den Mitgliedern – ob jung oder alt, weiblich oder männlich, mit oder ohne Migrationshintergrund – die Möglichkeit geben, bei uns in den Abteilungen, die wir haben, ihrem Hobby nachzugehen, Spaß zu haben und natürlich auch sportliche Erfolge zu haben. Aber vor allem wollen wir auch junge Menschen zum Sport führen und wenn sich dann daraus große Talente entwickeln, die vielleicht später auch zu einem Verein wechseln, der eben bessere Rahmenbedingungen hat, sind wir auch zufrieden und auch stolz, dass wir beim PSV die Grundlage dafür geschaffen haben. Insofern sind wir wie viele andere Vereine in Mannheim in der Rolle, den Menschen die Möglichkeit zu, geben, Sport zu treiben, dabei zu integrieren und Werte zu vermitteln. Vor allem aber ist der Polizei-Sportverein auch ein Sympathie-Träger für die Polizei, haben viele Bürgerinnen und Bürger doch noch immer die Vorstellung, dass im Polizei-Sportverein nur Polizisten spielen, mit denen man sich im sportlichen Wettkampf misst.

Sportkreis: Ihre Sportstätte liegt inmitten eines Sportareals im Pfeifferswörth. Da gibt es sicherlich Berührungspunkte und Kooperationen mit anderen Vereinen? Was bedeutet das für Ihre Vereinsorganisation und Ihren Sport? Wie wichtig ist es, zu kooperieren?

Jürgen Dörr:  Inmitten des Sportparks befinden sich mit der SG Mannheim, der MTG Mannheim,  den Bandits und dem Judo-Club andere Sportvereine – aber da diese Vereine überwiegend andere Sportangebote anbieten, haben wir da mal zunächst keine Konkurrenz-Kämpfe. Im Gegenteil – mit der MTG haben wir seit über 10 Jahren im Handball-Bereich eine sehr harmonische Spielgemeinschaft (wobei die Mehrheit der hier aktiven Spielerinnen und Spieler aller Altersgruppen aber dem PSV angehören). Andererseits bedeutet die räumliche Nähe aber auch, dass man sich gegenseitig unterstützt, aushilft, gute Beziehungen pflegt – immer vor dem Hintergrund, dass wir alle das Gleiche wollen, nämlich ermöglichen, dass unsere Mitglieder bei uns ihren Sport ausüben können, sich auf den Anlagen wohl fühlen, gute Rahmenbedingungen vorfinden. Dies ist auch notwendig – nämlich gerade bei größeren Veranstaltungen der ansässigen Vereine ist es notwendig, zu kooperieren oder zusammenzuarbeiten. Sei es indem Duschmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden, man unsere Plätze – wie gerade jetzt bei der tollen Junioren-Gala der MTG – zum Warmmachen nutzen kann, man Parkmöglichkeiten anbietet oder einfach den Traktor ausleiht – oder wieder wie bei der Junioren-Gala auf das Schießtraining verzichtet, um nicht Fehlstarts zu provozieren. Daher ist es immens wichtig, dass insbesondere die Verantwortlichen gut kooperieren und sich menschlich verstehen – was insbesondere bei den drei unmittelbar beieinander liegenden Vereinen MTG, SG und PSV der Fall ist und was das Arbeiten hier auch einfacher macht: Es sind über viele Jahre immer noch die gleichen Protagonisten am Werke: Rüdiger Harksen bei der MTG und Reinhold Schwinn bei der SG.

Sportkreis: Sie sind inzwischen seit drei Jahrzehnten Vorsitzender des PSV. Was hat Sie an der Übernahme dieser Aufgabe damals besonders gereizt und wie hat sie sich im Laufe der Jahre verändert?

Jürgen Dörr:  Als ich vor 40 Jahren Mitglied wurde, geschah dies damals zunächst nur, um beim PSV Sport zu treiben und weil auch die Tochter beim PSV als Mitglied das Schwimmen erlernte. Als ich dann vor 35 Jahren in den Vorstand und vor 30 Jahren zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde, war das für mich weniger eine Frage, was mich reizt, Vorsitzender zu werden – es war vielmehr für mich als Polizeibeamter in Führungsfunktion die Verpflichtung, der Gesellschaft auch über das Dienstliche hinaus etwas zurückzugeben und sich ehrenamtlich zu engagieren und wo kann man das als Polizeibeamter besser als in einem Traditionsverein der Polizei, der schon damals auf eine 70jährige erfolgreiche Geschichte zurückblicken konnte, gut geführt wurde und ein fester Bestandteil in Mannheims Sportlebens und der Stadt-Gesellschaft gewesen ist. Aber es war auch der Reiz, eine Aufgabe zu übernehmen, bei der man gestalten konnte, dafür verantwortlich war, dass andere Menschen ihrem Hobby nachgehen können, Kinder und Jugendliche Freude am Sport zu vermitteln und Integration zu betreiben – eben all die Ziele mit zu gestalten, für die Sportvereine prädestiniert sind.

Dann war mir aber auch immer wichtig, dass zwischen Polizei-Sportverein und dem Polizeipräsidium Mannheim eine Verbindung weiterhin besteht, die vorher schon 70 Jahre gegeben war.

Nach 30 Jahren muss man aber konstatieren dass die Aufgaben um ein Vielfacher schwieriger und die Rahmenbedingungen mitunter schlechter geworden sind. Konnte man sich früher noch überwiegend um Sport-Angelegenheiten kümmern – ist heute der Bürokratie-Aufwand um ein Vielfaches größer, nehmen wir Datenschutz-Regelungen, allgemeine Regelungsflut, die auch vor Sportvereinen nicht Halt machen, vor drei Jahren die täglich wechselnden Corona-Bedingungen. Hinzu kommt: die Bereitschaft sich ehrenamtlich zu engagieren, zumindest langfristig indem man auch ein Amt im Vorstand oder einer Abteilung übernimmt, ist geringer geworden – wobei wir hier noch in der glücklichen Situation sind, dass wir hochengagierte Ehrenamtliche haben, die aber auch immer weniger werden.

Sportkreis: Gab es in dieser Zeit einmal ein ganz besonders skurriles oder lustiges Ereignis?

Jürgen Dörr:  Also wenn man 30 Jahre Vorsitzender ist, erlebt  man  schon Vieles.  Lustiges, Ärgerliches, Skurriles oder manchmal fast Unglaubliches. Und manchmal weiß man nicht ist das Ereignis lustig oder skurril oder nur ärgerlich. Vielleicht zwei Erlebnisse die mir immer in Erinnerung bleiben.

Einmal das Ergebnis eines direkten Tabellennachbarn im Fußball, der in der entscheidenden Aufstiegsphase ein Fußballspiel mit über 20 Toren Unterschied gewann und somit am vorletzten Spieltag an uns vorbeizog und somit unsere Aufstiegschancen zunichte machte. Die so „geschlagene“ Mannschaft nahm im folgenden jahr nicht mehr am Ligabetrieb teil.

Und dann ein Ereignis aus der Corona-Zeit, als während des „harten Lockdowns“ alle Menschenansamnmlungen von mehr als zwei Personen und Mannschafts-Sport generell verboten war. Unsere Mannschaften beachteten diese Verbote – auch und gerade weil wir POLIZEI-Sportverein sind – und so war unser Sportplatz grundsätzlich über Wochen verwaist. Gleichwohl spielten jedoch immer wieder Jugendliche aus anderen Stadtteilen auf unserem Platz,  weil  dieser außerhalb einer Bebauung liegt und schlecht einsehbar ist. Als ich wieder einmal zum Sportplatz kam, um eben zu überprüfen, dass niemand spielt (die Vereinsvorsitzenden waren hier ja in der Verantwortung) – stellte ich ca. 15 Jugendliche fest, die bei uns auf dem Kleinfeld Fußball spielten wie in besten „Vor-Corona-Zeiten“. Als ich mich dann zu dem Spielfeld begab, einen Moment zuschaute und dann die spielenden Jugendlichen (von denen kein einziger dem PSV angehörte) fragte, ob es hier einen Verantwortlichen gibt, unterbrach einer kurz sein Fußball-Spiel, kam zu mir und bevor ich etwas sagen konnte, sagte dieser junge Mann von vielleicht 16/17 Jahren in schon etwas impertinenter Tonart zu mir: „Ey Alter – hast Du ein Problem“. Ich war zunächst sprachlos – danach war jedoch klar, wer hier nun ein Problem hatte, nachdem ich mich als Vorsitzender outete..

Sportkreis: Was würden Sie aktuell als die größte Herausforderung für den PSV und den Vereinssport insgesamt bezeichnen?

Jürgen Dörr:  Aktuell sind es eigentlich drei Herausforderungen, die wohl die meisten Vereine betreffen, also sowohl den PSV als auch den Vereinssport insgesamt:

Zum einen die hohen Energiepreise, die vor allem die Vereine mit eigenen Sportanlagen haben, und die hohe Inflation in vielen Teilbereichen. Hier haben sich innerhalb Jahresfrist zum Beispiel die Energiepreise zum Teil verdreifacht und auch wenn die Preise für Erdgas und Strom wieder gesunken sind – das frühere Niveau werden sie nicht mehr erreichen. Hinzu kommt, dass auch die allgemeine Teuerung Vereine gleichermaßen trifft und als Verein mit sozialer Verantwortung können wir nicht die Mitgliedsbeiträge in gleichem Umfang erhöhen.

Zweites Problem ist die immer geringer werdende Bereitschaft, in einem Verein ein festes Ehrenamt zu übernehmen. Bei einem Fest, einem Turnier oder einer Veranstaltung einige Stunden zu helfen, hilft zwar auch etwas und hier findet man vielleicht noch genügend Helferinnen und Helfer – dies ist aber auf Dauer zu wenig, Vereine am Leben zu erhalten, hier braucht es Ehrenamtliche, die sich auch länger in einem Verein engagieren, den Verein entwickeln, sich mit dem Verein identifizieren und ihm auf Dauer verbunden bleiben. Heute ist mehr kurzfristig angelegter Aktionismus verbreitet – dort für einen Kindergarten demonstrieren, sich hier auf der Straße festzukleben, dort gegen ein notwendiges Bauprojekt zu demonstrieren oder gegen die Schließung eines Schwimmbades eine Petition zu veranlassen. Ein Beispiel: Es entsteht ein Neubaugebiet – dort gibt es naturgemäß keinen Sportverein, also „überrennt“ man die hierfür oft nicht ausgelegten Sportvereine in der näheren und weiteren Nachbarschaft und reagiert verärgert, wenn diese (ehrenamtlich) geführten Vereine dann nicht alle aufnehmen können weil eben die Betreuer fehlen oder die eigenen Plätze nicht ausreichen. In früheren Zeiten – hätte sich jemand gefunden, der einfach sagt: Lasst uns einen eigenen neuen Verein hier im ort gründen, was ja auch identitätsstiftend ist für den neuen Vorort.

Drittes Problem ist die ausufernde Bürokratie. Ich sagte oben schon, früher konnte man sich überwiegend um sportliche Dinge kümmern. Heute gibt es für einfache Volksläufe umfangreiche Auflagen – die auch immer mit Kosten verbunden sind, Baumaßnahmen unterliegen zahlreichen Einschränkungen, Anträgen, Gutachten. Datenschutzregelungen müssen beachtet werden, immer härtere Auflagen den Schießsport betreffend, Haftungsrisiken sind größer geworden weil es eben immer mehr Regelungen gibt, die Pflichten auferlegen. Also alles Rahmenbedingungen, die das Leben nicht einfacher machen.

Dann gibt es aber noch eine Herausforderung, die speziell einen Polizei-Sportverein betrifft. War es in früheren Zeiten - noch zu meinen Anfangszeiten als Vorsitzender war es so – üblich, dass leitende Beamte grundsätzlich auch Mitglied des PSV waren oder sogar Ämter innehatten, damit bewusst sich mit dem Polizei-Sportverein identifizierten – ist dies heute die Ausnahme. Von den jungen Führungskräften heute ist das Interesse sich in einem Polizeiverein zu engagieren – sehr gering ausgeprägt. Damit besteht gerade für Polizei-Sportvereine, dass die lange Tradition der verbndung zwischen Polizei-Sportverein und der Polizei verloren geht, was ich persönlich sehr bedaure, sind Polizei-Sportvereine doch immer auch Werbeträger für die Polizei und so soltle bei einem Polizei-Sportverein nicht nur Polizei auf dem Paket draufstehen, sondern auch Polizei im Inhalt des Pakes sein.

Sportkreis: Wenn Eltern für ihre Kinder einen passenden Sportverein suchen, stehen sie vor einem breiten Angebot. Woran erkennt man denn einen guten Breitensportverein für Kinder und Jugendliche?

Jürgen Dörr:  Die Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, weil das „gut“ mannigfaltig sein kann. Für die einen Eltern ist ein guter Breitensportverein schon der Verein, der in der Nähe liegt und wo das Kind kein „Eltern-Taxi“ benötigt, für andere Eltern ist die Vereinsanlage vielleicht ausschlaggebend und für andere wiederum sind es die sportlichen Erfolge, die der Verein vorweisen kann oder die Anzahl der Übungsleiter/-innen.

Aber gleichwohl sollten Eltern sich am besten immer einmal ein Bild von „ihrem“ Verein machen, ihre Kinder und Jugendliche vielleicht ein Probetraining machen lassen, um dann festzustellen, ob sich das Kind in der Sportart oder in der Mannschaft wohlfühlt und von den Übungsleitern oder Trainerinnen wertgeschätzt wird. Wichtig ist natürlich die Qualität der Übungsleiter/-innen – diese sind für lange Zeit wichtige Bezugspersonen für die Kinder und Jugendlichen und somit ein entscheidender Faktor, ob sich das Kind wohlfühlt. Wenn das Kind oder Jugendliche dann, sagt dass es gern zum Training geht oder sich darauf freut am Wochenende spielen zu dürfen, dann kann man davon ausgehen, hat es den passenden Sportverein gefunden – und Sportvereine sind für Kinder und Jugendliche immer wichtig, lernt man hier soziales Verhalten, Toleranz, lernt Sieg und Niederlage zu teilen und zu erleiden, erlebt Integration und Teilhabe und vor allem man findet Freundinnen und Freunde. Wichtig ist vielleicht auch ob man einen Verein gefunden hat wo sich auch andere Eltern einbringen und nicht nur die Eltern ihre Kinder zum Training bringen und wieder abholen – nämlich auch für Eltern von sporttreibenden Kindern gilt vieles was für Kinder wichtig ist gleichermaßen für sie: Auch Engagement der Eltern ist Teilhabe, bedeutet Integration, Wertschätzung und Respekt und was ist schöner als wenn sich Eltern gemeinsam für die Erfolge ihrer Kinder freuen oder gemeinsam die Kinder bei Niederlagen trösten müssen.

 

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