Offener Brief

An die Damen und Herren Mandatsträger
der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik
- für die Stadt Mannheim und die Städte und Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises-

"Vereine bleiben die sozialen Tankstellen unseres Landes", äußerte vor kurzem Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Komitees. Es handelt sich derzeit allerdings um geschlossene soziale Tankstellen, mit allen sich daraus ergebenden Folgen und Risiken.

Selbstverständlich akzeptiert auch der Sportkreis Mannheim die Maßnahmen der Bundesregierung vollumfänglich und trägt diese verantwortungsbewusst mit. Unsere Vereine haben durch die komplette Einstellung des Sport-, Trainings- und Wettkampfbetriebs einen wertvollen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie geleistet. Sie haben wichtige körperliche Distanz jederzeit sichergestellt und tun dies noch.

Damit sich aus dieser gesellschaftlichen Verantwortung nun nicht eine für unsere Vereine existenzgefährdende soziale Distanz entwickelt, ist der Einstieg in ein professionelles Krisenmanagement unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Prognosen nötig.

Es ist uns bewusst, dass es (wie Bundeskanzlerin Merkel verdeutlicht) kein Zurück zu dem Status Quo Ante geben wird, aber der organisierte Sport benötigt ein Stufenkonzept unter differenzierter Betrachtung der unterschiedlichen Bereiche.

Derzeit unterscheidet die Landesverordnung bereits den Profi- vom Breitensport. Es ist notwendig, diese unterschiedliche Behandlung unter strenger Beachtung von Abstandsregeln und Hygienevorschriften  schnellstens aufzuheben, so dass alle Vereinsmitglieder wieder die Möglichkeit erhalten, ihren Sport bestmöglich und sicher auszuüben.

Für uns als Sportkreis bedeutsam ist es dabei, weg von einer passiven Regelbefolgung hin zu einer aktiven Solidargemeinschaft unter Anhörung der Aktiven und Betroffenen schnellstmöglich einen Stufenplan zu entwickeln, der die längerfristigen Einschränkungen für die Betroffenen vor Ort aushaltbar macht und so zu einer höheren Akzeptanz führt. Die vorliegende Rückmeldung der Akteure in dieser Situation sollte gehört werden, der Dialog ist für die Akzeptanz der zu ergreifenden Maßnahmen von zentraler Bedeutung.

Wir bitten daher die politischen Akteure, sich dafür einzusetzen, dass grundsätzlich Einzelsportarten ohne Körperkontakt unter den gebotenen Auflagen zugelassen werden. Was Mannschaftssportarten angeht, so kann eine Orientierung an der geplanten Vorgehensweise der Schulöffnungen im Sinne einer stufenweisen Lockerung erfolgen. Dabei müssen selbstverständlich die aktuellen Infektionsschutz-, Hygiene- und Abstandsregeln gewährt bleiben, die in den einzelnen Sportarten ganz unterschiedlich umsetzbar sind. Daher sollte (wie vom Landessportverband vorgeschlagen) in Szenarien gedacht und argumentiert werden und entsprechende Empfehlungen vorliegen, wenn Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am 30.04.2020 auch über etwaige Lockerungen für Sportstätten debattieren werden.

Um die finanziellen Schäden von den Vereinen so weit als möglich abzuwenden, sollten Hilfsprogramme schnellstmöglich bei den Vereinen ankommen, diese aber insbesondere auch über mögliche Unterstützungsmaßnahmen umfassend und niederschwellig informiert werden.

Mannheim 19.04.2020

Dr. Sabine Hamann
für den Sportkreis Mannheim

 

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