TV 1880 Käfertal wird Deutscher Vizemeister im Hallen-Faustball

Am 7. und 8. März 2020 war es wieder so weit: Bereits zum dritten Mal in Folge begrüßte der TV 1880 Käfertal in der Mannheimer GBG-Halle die Spitzenmannschaften zu den deutschen Titelkämpfen im Hallenfaustball der Herren. Mit der erneuten Vergabe der Deutschen Meisterschaft nach Mannheim hatte die DFBL die Gewissheit eines top vorbereiteten Spitzen-Events in einer für Faustball idealen Wettkampfstätte und der Organisator wurde allen Erwartungen mehr als gerecht: Das Event wurde wieder einmal Aushängeschild und einer der Höhepunkte im Mannheimer Sportkalender. Die Vorfreude auf die heimische Faustball-WM 2023 wächst!

Die besten sechs Herrenmannschaften Deutschlands, drei aus der Bundesliga Nord und ebenfalls drei aus der Bundesliga Süd, waren zum Leistungsvergleich angereist: Neben dem Gastgeber selbst waren dies die Teams vom TSV Pfungstadt, TV GH Brettorf, TSV 1860 Hagen, VfK 1901 Berlin und TV SW-Oberndorf. 

Die Meisterschaft begann am Samstag Vormittag mit einem Ehrenempfang, bei dem der Vorsitzende des TV Käfertal, Jörg Trinemeier, zahlreiche Repräsentanten aus Sport, Politik und Wirtschaft begrüßte, darunter auch die Vorsitzende des Sportkreises Mannheim, Sabine Hamann, und den Präsidenten der IFA (International Fistball Association) Jörn Verleger. Nach den Grußworten des Mannheimer Sportbürgermeisters Lothar Quast und des Präsidenten der DFBL Ulrich Meiners startete das Eröffnungsspiel, bei dem sich der Gastgeber zwar in guter Form zeigte, sich aber doch dem amtierenden Deutschen Meister Pfungstadt deutlich geschlagen geben musste. Zwei Tage Faustball auf höchstem Niveau schlossen sich an, die die ein oder andere Überraschung bereit hielten. Mit dem vorzeitigen Aus des TSV Hagen hatte wahrscheinlich niemand gerechnet und auch so manche Spielwendung hielt die Zuschauer in der voll besetzten Halle in Atem: Nach dem 1:11-Rückstand  marschierte der Gastgeber TV Käfertal noch zu einem 3:1-Erfolg gegen Nordmeister VfK Berlin und damit ins Halbfinale.

Im Halbfinale standen dann die während des gesamten Turniers überragend spielenden Pfungstädter der Mannschaft aus Oberndorf gegenüber, in der anderen Partie traf Gastgeber Käfertal auf den TV Brettorf. Beide Halbfinals endeten recht eindeutig mit jeweils 3:0 Sätzen, so dass im Finale "der Gigant Pfungstadt gegen die Käfer Mannheims" antraten, wie Käfertal dies in den eigenen Social-Media-Kanälen sehr nett formulierte. Wer im Finale nun eine Neuauflage des Eröffnungsspiels erwartete, irrte allerdings gewaltig. Schon die Körpersprache der Käfertaler Buwe war eine ganz andere als am Vortag und ein schnell gewonnener erster Satz gab zunächst Selbstvertrauen. Auch nach dem dann erfolgten Satzausgleich motivierte Spielertrainer Nick Trinemeier seine Mannschaft, konnte aber nicht verhindern, dass die Pfungstädter so richtig ins Rollen kamen und schnell mit 2:1 in Führung lagen. Die Zuschauer sahen ein spannendes, einer Deutschen Meisterschaft würdiges Endspiel, das letztlich die Pfungstädter aber verdient für sich entscheiden konnten. Herzlichen Glückwunsch dem Deutschen Meister Pfungstadt, dem Vizemeister Käfertal und dem Bronzemedaillengewinner Brettorf!

Für den Käfertaler Mannschaftskapitän Dominik Mondl war das Turnier und der am Ende stehende Vizemeistertitel etwas ganz besonderes, stellte dies doch das selbst gewählte Karriereende des Käfertaler Leistungsträgers dar. Im Vorfeld hatte er die Latte für seine Heimmannschaft noch hoch gelegt und das Erreichen des Halbfinales als Minimalziel ausgegeben. Solcherart optimistisch gestimmt ins Turnier zu gehen, hatte Mondl allerdings auch allen Grund: Mit Nick Trinemeier und Oliver Späth liefen für Käfertal zwei Nationalspieler auf, die im vergangenen Sommer in der Schweiz Weltmeister geworden waren, verstärkt noch durch Marcel Stoklasa, der dritte Nationalspieler im Team, der nach einer langwierigen Knieverletzung nun wieder fit und einsatzfähig war. Der Erfolg gab Mondl Recht und so kann er zufrieden gestimmt dem selbst gewählten "sportlichen Ruhestand" entgegen gehen.

Der TV Käfertal muss nun also künftig auf Dominik Mondl als aktiven Spieler verzichten, doch bleibt er der Mannheimer Sportlandschaft in anderer Funktion erhalten. Im vergangenen Jahr war Mondl in den Kreis der Sachkundigen Einwohner im Sportausschuss gewählt worden und hat so die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Sportkreis Mannheim und allen anderen kommunalen Entscheidungsträgern die Zukunft der Sportstadt Mannheim nachhaltig und positiv mitzugestalten.

(c) TV 1880 Käfertal, Instagram

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