Kunststoffrasenplätze - Was es zu wissen gibt!

Die Diskussion um Kunststoffrasenplätze und das darin eingebrachte Mikroplastik wird derzeit nicht nur in den Sportvereinen intensiv geführt. Seit am 30. Januar 2019 die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) einen Vorschlag zur Beschränkung der Verwendung von Mikroplastik nach Anhang XV der REACH-Verordnung (1907/2006/EG) veröffentlicht hat, geht man davon aus, dass das Inverkehrbringen von absichtlich zugesetztem Mikroplastik in bestimmten Produkten verboten werden wird. Dies betrifft auch die polymeren Gummigranulate, die als Füllstoff in Kunststoffrasenplätzen eingesetzt werden. Das baden-württembergische Ministerium für Kultus, Jugend und Sport hat daher bereits verfügt, dass die Sportbünde in Baden-Württemberg ab sofort Kunstrasenfelder mit Mikroplastik-Verfüllung nicht mehr fördern können werden. Mit solcherart veränderten (Förder-)Richtlinien ist es notwendig geworden, neue Denkansätze und Zielstellungen abzuleiten.

Die fachliche, wissenschaftliche und sportpolitische Diskussion muss mögliche Lösungen zur Verringerung und Vermeidung der umweltgefährdenden Kunststoffe zum Ziel haben. Den Eintrag von Mikroplastik aus Kunstrasenplätzen in die Umwelt deutlich zu minimieren bzw. ganz zu unterbinden hat dabei oberste Priorität. Was aber bedeutet dies für die Vereine und für die Spielfelder vor Ort?

Welche Alternativen können dort gefunden werden? Ist bspw. eine Verfüllung mit einem Quarzsand-Kork-Gemisch sinnvoll und welche neuen Notwendigkeiten ergeben sich hieraus, z.B. in Bezug auf die Bewässerungsproblematik? Ist gar die Rückkehr zu Naturrasen angezeigt? Nachstehende Linkliste soll dabei helfen, sich einen (ersten) Überblick über das Themenfeld zu verschaffen:

Der DOSB stellt auf seiner Website eigens ein Forum zur Verfügung unter dem Motto: "Nachhaltige Kunststoffrasenplätze: Wohin geht die Reise?"

Auch die Landessportbünde bieten hierzu Informationen. Der Badische Sportbund Nord stellt auf seiner Website die Frage, wie es mit den rund 150 betroffenen Spielfeldern in seinem Einzugsbereich weitergeht.

Eine umfangreiche Informations- und Dokumentensammlung bietet der IAKS auf seiner Website.   

Wer nicht nur lesen, sondern sich im Rahmen eines Workshops austauschen will, dem bietet die Sportrasentour des Badischen Fußballverbandes die Möglichkeit. Am 23.10. und am 15.11. finden auf der Sportschule Schöneck die nächsten Seminare statt. Anmelden kann man sich direkt beim Badischen Fußballverband

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