BSB-Präsident Gert Rudolph besucht den Sportkreis Mannheim

Gemeinsam an und mit der Basis für die Sportvereine zu arbeiten, ist ein wichtiges Anliegen für den im Juni 2022 neu gewählten Präsidenten des Badischen Sportbundes Nord, Gert Rudolph. Und so war es ihm selbstverständlich, als eine seiner ersten Amtshandlungen die Sportkreise vor Ort zu besuchen, um zu hören, wo der Schuh drückt und erste eigene Impulse zu setzen. Am Freitag, den 11.11.2022 war es dann so weit und das Vorstandsteam durfte den neuen Verbandschef in der Geschäftsstelle des Sportkreises Mannheim willkommen heißen.

Vorstand, Ressortleiter, Vorsitzende der Sportkreisjugend, Sportabzeichenbeauftragte, Projektleiter des Fanprojekts, Sprecher der Sachkundigen Einwohner, Geschäftsführer - sie alle hatten sich gut vorbereitet, um Gert Rudolph ein differenziertes Bild über die Situation und die Herausforderungen im Sportkreis und in den ihm angeschlossenen Sportvereinen geben zu können. Denn wie es im Sportkreis Mannheim üblich ist, präsentierte jeder Projektverantwortliche die von ihm verantworteten Themenfelder persönlich und konnte so auf Rückfragen direkt kompetent antworten. Es entspann sich über mehr als zweieinhalb Stunden eine rege Diskussion, in der der Präsident einen Überblick über die vielfältigen Aktionen und Kooperationen des Sportkreises erhielt.

In einem ersten Schritt wurde der geografische Zuständigkeitsbereich näher beleuchtet, die Verteilung der aktuell 454 zum Sportkreis gehörenden Vereine aufgezeigt und es kamen Themenbereiche wie "große und kleine Vereine" oder "Vereine in urbanen und ländlichen Gebieten" zur Sprache. Das Stichwort der "Enttraditionalisierung" fiel und die Herausforderung der Vereine wurde beschrieben, deren Erfolgschancen umso höher sind, je intensiver ihnen das Zusammenspiel von Enttraditionalisierung und Spürsinn für die Problemlage gelingt.

Eine Besonderheit der Sportkreisarbeit ist sicherlich, dass sie sich konzeptionell sehr frei zwischen "Pflicht und Kür" bewegen darf. Nur wenige Aufgaben sind einem Sportkreis verbindlich vorgegeben, so z.B. die Vertretung des BSB vor Ort, Ehrungen und Jubiläen, die Organisation des Deutschen Sportabzeichens oder die Kooperation Schule - Verein. Ein Sportkreis hat darüber hinaus zahlreiche Möglichkeiten, sich selbst ein Profil zu geben und sich verschiedener Themenfelder anzunehmen und Projekte zu initiieren.

Auf diesen "Alleinstellungsmerkmalen" lag dann auch die weitere Präsentation der Sportkreisarbeit:
Dass der Sportkreis Mannheim Träger eines Fanprojekts ist, ist sicherlich eher außergewöhnlich, die Jugendsozialarbeit und die drei fest angestellten Sozialarbeiter rund um Thomas Balbach sind aber ganz wichtiger und fester Bestandteil des Sportkreisprofils. Ebenso unersetzlich ist die Sportkreisjugend und so war es für die erst in diesem Jahr neu gewählte Vorsitzende Hannah Ziegler selbstverständlich, die wichtigsten Projekte wie den Sportferienkalender, die Kindersportwoche, die Wasserspaßwoche und die Jugendferienfreizeiten persönlich vorzustellen. "Ich bin fest davon überzeugt, dass ohne funktionierende Sportkreisjugend ein gesamter Sportkreis mittelfristig in seiner Existenz bedroht ist. Wer in der Sportkreisjugend aktiv und tätig ist, erwirbt sich wichtige Fähigkeiten für zukünftige Führungsaufgaben in Vereinen und Verbänden, aber auch für die persönliche berufliche Laufbahn. Die Mitarbeit in der Sportkreisjugend ist eine vielseitige Investition in die Zukunft.", resümierte die Sportkreisvorsitzende Sabine Hamann, die krankheitsbedingt nur digital zugeschaltet war. Die sichtbar gute Zusammenarbeit zwischen Sportkreis und Jugend wurde so auch von Gert Rudolph wertgeschätzt.

Der Ressortleiter Inklusion Wolfgang Winkler stellte die durch den Sportkreis initiierten Netzwerktreffen "Sportverein inklusiv" vor, die zum Ziel haben, Sportvereine praxisnah und bedarfsorientiert für behinderte und beeinträchtigte Sportinteressierte zu öffnen und von gelingenden Beispielen zu lernen. Auch die verschiedenen Gespräche zur Einrichtung von Para-Landesstützpunkten oder Aktionen des Sportkreises an Schulen, um Kinder zum "Sportabzeichen für Behinderte" zu führen waren weitere interessante Diskussionsinhalte. Die Sportabzeichenbeauftragte Brigitte Herschmann ergänzte die hier relevanten Zahlen.

Geschäftsführer Tom Kotzmann stellte den Sportkreis als Träger von Maßnahmen zur Förderung von Arbeitsgelegenheiten, auch Zusatzarbeit oder Ein-Euro-Job genannt, vor. Im Auftrag des Jobcenters vermittelt und betreut der Sportkreis Mannheim Langzeitarbeitslose, für die zehn Stellen bei Sportvereinen eingerichtet sind. Dort gehen die Zusatzarbeiter den Vereinen bei gärtnerischen, handwerklichen und hausmeisterlichen Arbeiten zur Hand, wovon die Vereine in Form von kostenloser Unterstützung profitieren.

Norbert Mutterer, langjähriger Sprecher der sachkundigen Einwohner im Rhein-Neckar-Kreis zeigte die ganz besonders positive Zusammenarbeit des Kreisrates mit dem organisierten Sport auf. Der Rhein-Neckar-Kreis gewährt Zuschüsse für den Einsatz nebenberuflicher Übungsleiter, Vereinsmanager und Jugendleiter. Aufgabe des Sportkreises ist es, die dem BSB angeschlossenen Vereine über den Prozess, über Fristen und über die für den Verein relevanten Dokumente zu informieren und die Anträge der Vereine vor Weiterleitung an den Kreis zu prüfen. Ähnlich positiv gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Sport und Freizeit der Stadt Mannheim sowie dem Sportausschuss und dem Sportbürgermeister. In regelmäßigen Treffen zwischen Bürgermeister und Sportkreisvositzender werden die Themen besprochen, die die Vereinslandschaft aktuell bewegen. Gert Rudolph zeigte sich beeindruckt vom großen Netzwerk des Sportkreises und regte an, diese regionalen Netzwerke zwischen Vereinen, Kommunen und Verbänden zu pflegen und weiter auszubauen: "Kooperationen sind einfacher, wenn man sich einmal persönlich gesehen hat und kennt, dann fallen Gespräche leichter und Themen gibt es wahrlich genügend."

Mit der Vorstellung der jüngsten Projekte des Sportkreises, die dieser unter dem Motto "Vereine unterstützen und stärken" durchgeführt hat, zeigte Uwe Zimmermann dem Präsidenten anschaulich auf, wie vielfältig der Sportkreis sein Programm aufgestellt hat: Die Teilnahme an der europäischen Woche des Sports, der Sport-VEREINt-gegen-Corona-Preis, der virtuelle Sportkreis-Lauf als coronabedingter Ersatz für "Sport und Spiel am Wasserturm" und etliches mehr steht hier zu Buche.

Natürlich endete das Zusammentreffen nicht ohne dass der Sportkreis-Vorstand dem Verbandschef einige Wünsche mit auf den Weg gab: Rico Fotis, Ressortleiter Finanzen, sprach die notwendige Erhöhung bzw. Anpassung der Förderbeiträge an, da die Inflation aktuell faktisch die Beträge reduziert. Hier stieß er nicht nur auf ein offenes Ohr von Gert Rudolph, sondern dieser signalisierte sofort, dass dies eines "seiner Lieblingsthemen" sei. Gemeinsam wird man sich hier sicherlich ganz im Sinne der Vereine auf den Weg machen und das Thema an entsprechenden politischen Stellen positionieren. Ebenso notwendig ist die gemeinsame Lobbyarbeit im Kontext der Energiepreisentwicklung und der Vermeidung von Hallenschließungen aufgrund des Ukraine-Konfliktes. Stellvertretende Vorsitzende Jennifer Bassauer zeigte den Wunsch nach weiterer Vernetzung und vor allem nach Vermeidung von Parallelstrukturen auf, sowie auch das Bedürfnis der gemeinsamen Bearbeitung des Themenfelds "der Sportverein als Akteur auf dem Arbeitsmarkt bei weiterem Rückgang von Ehrenamtlichkeit".

Zum Abschluss seines Antrittsbesuchs dankte der BSB-Präsident für die vielfältigen Informationen, aber auch für das große Engagement vor Ort. Den Sportkreis Mannheim sieht er gut aufgestellt für die Herausforderungen der Zukunft, was die haupt- und ehrenamtlich Engagierten im Sportkreis natürlich sehr freute.

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