Sportvereine in der Region stellen sich der Verantwortung für mehr Nachhaltigkeit

„Die Veranstaltung war super“, „Wir müssen dranbleiben“ … diese und viele ähnliche Kommentare fielen zum Ende der ersten gemeinsamen Informationsveranstaltung der KLIMA ARENA in Sinsheim mit den Sportkreisen Sinsheim, Heidelberg und Mannheim.

„Nachhaltigkeit im Verein – wie geht das?“ war der Titel des halbtägigen Workshops in der KLIMA ARENA, zu dem die Sportkreise ihre Mitgliedsvereine eingeladen hatten. Und so drehte sich auch alles um die Themen Umwelt, Klima und die weiteren Aspekte nachhaltigen Handelns wie die Ökonomie und die soziale Dimension.

Die Vorsitzenden der Sportkreise sind sich einig, dass der organisierte Sport mit seinen Vereinen aufgrund seiner zentralen gesellschaftlichen Rolle auch bei diesen Zukunftsthemen Impulsgeber für die Mitglieder sein kann und sollte. „Wir müssen uns dieser Verantwortung stellen. Deshalb haben wir auch eine Kooperation mit der KLIMA ARENA als kompetentem Partner vereinbart“, begründen die Vorsitzenden ihre Initiative.

Die erste Veranstaltung war als Startschuss gedacht, dem noch weitere Maßnahmen folgen sollen. Das vielseitige Programm nahm die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Themenwelt der Nachhaltigkeit mit:

Den Anfang machte Stefan Wagner, der Initiator von SportsForFuture, einem Zusammenschluss von Sportlerinnen, Sportlern, Vereinen und Verbänden mit dem Ziel, die verbindende Kraft des Sports dafür einsetzen, um gemeinsam den Herausforderungen der Klimakrise zu begegnen. Neben prominenten Athleten finden sich hier auch Profivereine wie die TSG Hoffenheim oder Werder Bremen. Wagner berichtete über seine Beratungstätigkeit für die TSG und zeigte verschiedene Möglichkeiten auf, wie Vereine das Thema Nachhaltigkeit angehen und in ihrem Verein verankern können. Wenn auch die Themenstellungen eines Profivereins nicht eins zu eins übertragen werden können, so boten sich doch einige Aspekte für Amateurvereine. Dies zeigte sich auch in der anschließenden angeregten Diskussion.

Walter Orlik von der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur KLIBA informierte über die Förderprogramme des Bundes und der Länder sowie weitere Institutionen. Wer sich Informationen über die komplexen Vorgaben verschaffen will, kann dies über die Webseite Förderdatenbank tun oder auch bei den Beratungsstellen der Kommunen und der KLIBA nachfragen.

Nach der Mittagspause führten Mitarbeiterinnen der KLIMA ARENA die Teilnehmer in zwei Gruppen durch die Ausstellung, um sich informieren und inspirieren zu lassen. Die interaktive Aufbereitung der vielschichtigen Themen Klimawandel und Nachhaltigkeit machte es für die Teilnehmenden sehr anschaulich, was der Klimawandel für unsere Zukunft bedeutet und was jeder im Alltag konkret tun kann, um klimafreundlich und resourcenschonend zu leben.

Franziska Stader von der Prognos AG stellte dann im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden Württemberg die Initiative „N!-Charta Sport“ des Landes in Kooperation mit dem Landessportverband vor.

Die N!-Charta Sport bietet einen unkomplizierten Einstieg in ein Nachhaltigkeitsmanagement für Sportvereine und -verbände. Entscheidet sich ein Verein oder Verband zur Teilnahme, sucht er sich im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung drei von zwölf Leitsätzen aus und legt entsprechende Maßnahmen fest, die er binnen eines Jahres umsetzen will. Dabei geht es nicht um hochgesteckte Ziele, sondern um einfach erreichbare Maßnahmen, die zu den Themenfeldern Soziale Belange, Umweltbelange oder Vereinserfolg passen. Die Geschäftsstelle der Nachhaltigkeitsstrategie begleitet und unterstützt die Vereine und Verbände bei der Konzeption und Umsetzung ihrer gesetzten Ziele.

Nähere Informationen zu diesem niederschwelligen Einstieg in ein einfaches und für alle machbares Nachhaltigkeitsmanagement gibt es auf der Website der N!-Charta Sport zur  Nachhaltigkeitsstrategie.  Dort können sich Interessierte auch für den nächsten Online-Workshop am 24.11.2022 um 16 Uhr anmelden, der zunächst der Information dient.

In der anschließenden Diskussionsrunde waren sich alle einig, dass die aufgeworfenen Themen- und Problemfelder weiterbearbeitet werden müssen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trugen spontan erste Vorschläge für die vier Themenfelder Liegenschaften, Nachhaltige Veranstaltungen/Feste, Mobilität und Finanzierung/Förderung zusammen. Zu diesen sollen nun gemeinsam Lösungsvorschläge erarbeitet werden.

Die Sportkreise werden dazu mit der KLIMA ARENA einen Arbeitskreis bilden. Dieser startet am 11. Februar in der KLIMA ARENA. Interessierte Vereinsvertreterinnen und -vertreter können sich per E-Mail an nachhaltigkeit@sportkreis-sinsheim.de melden.

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