Auszeichnung der Mannheimer Sportabzeichenjubilare und -prüfer

Jedes Jahr werden in Mannheim wohnhafte erfolgreiche Sportabzeichenjubilare und engagierte Prüferinnen und Prüfer für ihre Leistungen von Sportkreis und Stadt Mannheim gemeinsam geehrt. Jedes Jahr wird dafür ein ganz besonderer Ort für die Feierlichkeit ausgewählt. Ob es in der Vergangenheit das Kutschenmmuseum, das Marchivum oder das Technoseum war – die Orte hatten alle eines gemeinsam: Sie waren voller Geschichte und Geschichten und zugleich zukunftsgerichtet. Dieser Tradition folgte man auch am Abend des 26.07.2022: Spinelli ist ein Stück Mannheimer Historie, das an der Weltgeschichte mitgeschrieben hat. Die Fläche wurde im zweiten Weltkrieg als Pionierkaserne errichtet und von hier wurden vor rund 30 Jahren die Fahrzeuge in Richtung "Desert Storm" entsendet . Nun wird das Gelände zur friedvollen, lebendigen Wohn- Sport- und Parklandschaft und gerade hier ist ein gemeinsamer Blick zurück und ein Blick voraus an einem Ehrungsabend ganz besonders gut möglich.

In einem der ehemaligen Kasernengebäuden, das heute der BUGA 23 als Geschäftsstelle dient, wurden nach einleitenden Grußworten diejenigen geehrt, die 25, 30, 35 oder bis zu 60 mal das Sportabzeichen abgelegt oder es als Prüferinnen und Prüfer abgenommen haben. Jeder Einzelne von ihnen brachte dabei ein Stück seiner Sport- und Sportabzeichengeschichte mit. Unter den zu Ehrenden reichte diese Geschichte bei Volker Back vom SSV Vogelstang am weitesten zurück. Ganze 60 Mal und damit seit 60 Jahren hat er das Deutsche Sportabzeichen abgelegt. Sicherlich konnte er sich damals, beim ersten Sportabzeichen noch nicht ausmalen, welchen Werdegang das sportliche Leben nehmen und welches Gesicht die Welt nach diesem, von vielen verschiedenen Facetten geprägten Zeitraum einmal haben wird.

Insbesondere die vergangenen zweieinhalb Jahre waren herausfordernd. Man lernte Begriffe wie Lockdown, Inzidenzzahlen, Basis- und Warnstufen. In solchen schwierigen Zeiten stand und steht das ehrenamtliche Engagement in den Sportvereinen vor riesigen Herausforderungen und erlangte zugleich eine besondere Bedeutung. In den Sportvereinen wurde insbesondere im Lockdown konzeptionell Herausragendes geleistet. Trainingsprogramme wurden neu konzipiert und aufwändige Hygienekonzepte für die Trainings wurden oftmals auch sehr kurzfristig entwickelt. Denn eins war und ist klar: Im Vereinsleben eines Sportvereins sollte auch in der Ausnahmesituation der Sport an erster Stelle stehen. Er dient der körperlichen Fitness, schafft Wohlbefinden, Freude und sorgt für Gesundheit. "Und wann, wenn nicht in einer Pandemie wäre dies ganz besonders wichtig. Daher möchte ich hier und heute ganz herzlich all den ehrenamtlichen Trainerinnen und Trainern, Prüferinnen und Prüfern danken, die auch in den zurückliegenden Pandemiejahren den Sport und die Abnahme des Sportabzeichens ermöglicht haben. Ohne Sie, die Menschen hinter der Stoppuhr oder hinter dem Maßband und ohne ihr ehrenamtliches Engagement wären die sportlichen Erfolge nicht möglich und daher wollen wir heute Abend auch diejenigen nicht vergessen, die über Jahre und Jahrzehnte als Prüfer das Sportabzeichen abnehmen.", betonte die Sportkreisvorsitzende Sabine Hamann in ihrem Grußwort.

1064 Sportlerinnen und Sportler haben im Gesamtgebiet des Sportkreises Mannheim im zurückliegenden Jahr das Deutsche Sportabzeichen abgelegt, 346 davon in der Stadt Mannheim. Das sind ähnlich viele wie im vorherigen Pandemiejahr 2020, aber natürlich deutlich weniger als zu Zeiten, in denen die Welt noch „in Ordnung“ war. 2019 waren es mit 2.762 Sportlerinnen und Sportler noch mehr als zweieinhalb mal so viele, die sich an der Erlangung des Ehrungsordens versuchten, resümierte die Sportabzeichenbeauftragte des Sportkreises Brigitte Herschmann.

"Aber auch die diesjährige Zahl sollte uns positiv stimmen. In einem Pandemiejahr mit Lockdown, wie es das in der Geschichte wohl vergleichbar nie gab, haben immerhin 1.064 Sportlerinnen und Sportler das Sportabzeichen abgelegt", ergänzte der für die Sportabzeichen zuständige stellvertretende Vorsitzende Kurt Herschmann. Die Jüngsten darunter waren gerade einmal 6 Jahre, der älteste Teilnehmer, Herr Dr. Christian Hermann Teichmann aus Edingen, sage und schreibe 91 Jahre alt. Karl-Heinz Ding (ebenfalls aus Edingen-Neckarhausen) hält mit unglaublichen 69 Goldenen Sportabzeichen den Rekord im Gesamt-Sportkreis-Gebiet, gefolgt von Bodo Neumann-Lezius aus Mannheim mit 63 Abzeichen. Bei den Frauen führen die Rangliste Ursula Wippert aus Brühl gemeinsam mit Margit Wojcik mit jeweils 47 abgelegten Goldenen Sportabzeichen an.

Zahlen, die beeindrucken, wie es auch das Anforderungsprofil für eine erfolgreiche Sportabzeichenprüfung selbst tut: Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination, Schwimmfertigkeit. Es ist zurecht die höchste Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsports und es handelt sich um das einzige staatliche Ehrenzeichen weltweit, das als Leistungsabzeichen für überdurchschnittliche Fitness und sportliche Leistungsfähigkeit verliehen wird und somit Ordenscharakter hat. "Sie, die wir heute ehren, sind die Elite des Freizeitsports!", fasste es Ingo Kirrinnis,  Abteilungsleiter des Fachbereichs Sport und Freizeit der Stadt Mannheim überaus treffend zusammen.

Den offiziellen Teil der Feier beschloss die Sportkreisvorsitzende mit einem Dank an die Stadt Mannheim für die langjährige Unterstützung der Vereine, des Sportabzeichens und für die Bereitstellung entsprechener Sportstätten und richtete dann das Wort an die Sportlerinnen und Sportler: "Vieles hat sich geändert im Sport der vergangenen Jahrzehnte: Die Sportgeräte, die Technik, die Bewegungsformen, das werden Sie, liebe Sportabzeichenjubilare, ganz gewiss am eigenen Leib verspürt haben und in den vergangenen beiden Jahren war sowieso alles anders. Aber eines ist in all den Jahren gleichgeblieben: Es bedarf ein hohes Maß an Anstrengungsbereitschaft, Ehrgeiz, Willen, Fitness und sportlicher Begeisterung, um immer wieder aufs Neue ein Höchstmaß an sportlicher Leistung abzurufen! Sie sind die sportlichen Vorbilder, die sich die Lust an Bewegung und an Herausforderungen teils bis ins hohe Alter erhalten und Sie gilt es heute, ganz zu Recht, zu ehren."

Es schloss sich ein informativer Vortrag vom Referenten der Geschäftsführung David Ruf über den aktuellen Stand und die Planungen der BUGA 23 an, bevor man sich nach einem kleinen Umtrunk gemeinsam auf einen Rundgang über das Gelände machte, das im kommenden Jahr die BUGA23 beherbergen wird.

Geehrte Sportler*innen

Anzahl der Verl.

Vorname

Nachname

Name Organisation

20

Roland

Weidner

TV 1884 Mannheim - Neckarau

20

Ute

Niemeyer

TV 1884 Mannheim - Neckarau

20

Sabine

Schneider

TV 1890 Edingen e. V.

25

Edith

Zimmerer

TV 1892 Friedrichsfeld e.V.

30

Andrea

Hangel

Sportkreis Mannheim e.V.

30

Dr. Markus

Hofmann

TV 1884 Mannheim - Neckarau

30

Sascha

Sigl

TV Rheinau  1893 e.V.

35

Hanna

Peters

Sportkreis Mannheim e.V.

40

Manfred

Klein

Ski-Club Mannheim 1906 e.V.

45

Gisela

Grunz

Sportkreis Mannheim e.V.

50

Horst

Richter

TSG Seckenheim

60

Volker

Back

SSV Mannheim-Vogelstang

 

Geehrte Prüfer*innen

Jahre

Vorname

Nachname

 

25

Sascha

Sigl

Prüfer*innen

25

Bernd

Zang

Prüfer*innen

20

Lutz

Schäfer

Prüfer*innen

30

Konrad

Reiter

Prüfer*innen

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