Beirat voller Lob für die Arbeit des Fanprojekts Mannheim

Aufgrund der Pandemie lag die letzte Beiratssitzung des Fanprojekts Mannheim etwas zurück - im November 2019 hatte sie letztmals stattgefunden. Das offiziell als „Fanbeirat“ titulierte Gremium trifft sich üblicherweise mindestens einmal jährlich mit allen Beteiligten rund um den Fußball und seine Fans. Ob die Stadt Mannheim mit verschiedenen Fachbereichen, Vertreter des SV Waldhof Mannheim 07, der zuständigen Polizeieinsatzleitung, des Fandachverbands PRO Waldhof, des Trägers Sportkreis Mannheim, des Kultusministeriums des Landes Baden-Württemberg oder der „Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS)“, dem Fachverband der Fanprojekte bundesweit - sie alle kommen zusammen, um gemeinsam über das vergangene Jahr zu sprechen und gegebenenfalls Verbesserungen für die Abläufe rund um die Fußballspiele zu erörtern, aber auch die Arbeit des Fanprojekts insgesamt in den Blick zu nehmen.

Diese Form des Zusammenkommens als „Pflichtveranstaltung“ für Fanprojekte stammt aus einer Zeit, in der es zwischen den unterschiedlichen Protagonisten mit ihren je eigenen Interessen wenig bis gar keinen Dialog gab und Konflikte immer wieder eskalierten. In Mannheim findet der Austausch längst auch außerhalb der Gremiensitzungen regelmäßig statt und es hat sich hier ein gutes Miteinander entwickelt.

Die Kommunikation zwischen allen Beteiligten trägt immens zu einer Deeskalation bei“, so Tilo Dornbusch, Mitarbeiter im Fanprojekt Mannheim. „Man kann Problemlagen weit im Vorfeld besprechen und gemeinsam Lösungen finden.“

Trotz enger Vernetzung und auch unterjähriger guter Kommunikation hält der Fanbeirat an der Tradition fest, sich regelmäßig zu treffen und sich dann in kompletter Runde auszutauschen. Am 11. November 2021 war es wieder einmal so weit – pandemiebedingt wählte man diesmal allerdings ein digitales Setting.

Die Mitarbeiter des Fanprojekts begrüßten und  berichteten ausführlich mit Bildmaterial unterlegt über die Arbeit der zurückliegenden zwei Jahre. Nach dem Aufstieg des SV Waldhof in die Dritte Liga waren die Waldhoffans euphorisch und der Run auf die Spiele nahm zu, bevor nach etwas mehr als einer halben Saison die Pandemie begann. „Hier mussten wir alternative Projekte entwickeln, um den persönlichen Kontakt zu den jugendlichen Fans aufrecht zu halten.“, berichtet Martin Willig, ebenfalls Mitarbeiter im Fanprojekt Mannheim. Diese Projekte wurden vor allem im digitalen Raum gefunden: Podcasts, Videotouren zur Waldhof- und Fußballgeschichte Mannheims oder interaktive Quizze für Waldhoffans.

Die Workshops an den Schulen konnten pandemiebedingt nur in begrenztem Umfang stattfinden, es gelang dem Fanprojekt jedoch, um die Verbindung in den schulischen Kontext aufrecht zu erhalten, eine neue Kooperation zu gründen: Im Seminar für Lehrerbildung Mannheim erhielt Projektmitarbeiter Tilo Dornbusch die Gelegenheit, in die Fanarbeit einzuführen.

Als dann der persönliche Kontakt mit den Jugendlichen wieder möglich war, wurden sehr zeitnah begleitete Auswärtsfahrten für junge Waldhoffans angeboten. Diese fanden und finden großen Anklang bei den Jugendlichen. Neben der unmittelbaren Fanarbeit ist dabei wichtigstes Anliegen des Fanprojekts Mannheim, den mit ihrer Arbeit verbundenen Bildungsauftrag im Blick zu behalten. Und so ist es selbstverständlich, dass bei den geplanten und durchgeführten Übernachtungsfahrten immer auch ein kulturelles Beiprogramm für die jugendlichen Fans angeboten wird, zum Beispiel in Form von Besuchen von Museen oder historisch bedeutsamer Stätten.

Auch die Kooperation der Fanprojekte untereinander änderte sich mit dem Aufstieg des SV Waldhof in Liga drei. An 15 von 20 Standorten der Drittligavereine gibt es ein Fanprojekt. In den Regionalligen sind in aller Regel nur zwei bis drei Standorte mit Fanprojekten versorgt.

Mit dem Aufstieg stiegen damit die Kooperations- und Austauschmöglichkeiten und so konnte man in Mannheim bspw. inzwischen auch schon ein auswärtiges Fanprojekt empfangen. Die Mitarbeiter des Mannheimer Fanprojekts hießen das Fanprojekt Zwickau bei deren U18-Fahrt nach Mannheim Willkommen und gestalteten für die Gäste verschiedene Programmpunkte zum Kennenlernen der Quadratestadt.

Ein Sachverhalt, der pandemiebedingt leider etwas vernachlässigt werden musste, ist der fünfzehnte Geburtstag des Fanprojekts Mannheim in diesem Jahr. Eigentlich wären Veranstaltungen und eine Party mit den Fans geplant gewesen. Stattdessen gibt es vorerst „nur“ ein Jubiläumsvideo, das zum Ende des Jahres in den sozialen Medien erscheinen wird. Die Party wird aber nachgeholt, sobald dies wieder möglich ist, ist sich Projektleiter Thomas Balbach sicher.

Und so schloss sich an den Rückblick auf die Arbeit des Fanprojekts direkt ein Ausblick auf das Jahr 2022 an, in dem nicht nur der Aufbau der neuen Fananlaufstelle konkreter werden wird, sondern ein weiteres großes Highlight wartet: Das „Zahor“-Projekt (Hebräisch: Erinnere dich).

Im Zuge des 1700jährigen Jubiläums von jüdischem Leben in Deutschland kooperiert das Fanprojekt seit Anfang 2021 mit verschiedenen  Akteuren und plant diverse Veranstaltungen, auf die man gespannt sein darf.

Abschließend waren sich die Beiratsmitglieder einig: Das Fanprojekt Mannheim kann zufrieden auf die schwierige Zeit zurückblicken und ist gewappnet, auch die kommenden Herausforderungen zu bestehen.

Ich bin stolz, dass der Sportkreis Mannheim Träger eines solch wichtigen Projekts sein darf“ resümierte die Sportkreisvorsitzende Sabine Hamann abschließend und dankte den Projektmitarbeitern für ihre herausragende engagierte Arbeit und das wertschätzende zukunftsgerichtete Miteinander.

Fanprojektmitarbeiter (von links) Thomas Balbach, Tilo Dornbusch, Martin Willig

Beiratssitzung

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