VBG beschließt neuen Gefahrentarif ab 2022 - Es ergeben sich Auswirkungen auf Beiträge der Sportvereine

Die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) gibt in mehrjährigen Intervallen neue Gefahrtarifklassen heraus. Über die VBG sind unter anderem alle Übungsleier*innen und Trainer*innen sowie bezahlte Sportler (z. B. Vertragsamateure und Profis) versichert, wobei erstere über die Mitgliedschaft des Vereins beim BSB Nord per Rahmenvertrag automatisch versichert sind. Sozialversicherungspflichtig beschäftigte ÜL und bezahlte Sportler sind dagegen von den Vereinen individuell bei der VBG gemeldet und müssen dafür separate Beiträge entrichten.

Um diesen Beitrag zu berechnen, wird der Gefahrtarif von der VBG herausgegeben. Er ist als autonomes Recht von der Vertreterversammlung der VBG aufgestellt und beschlossen und vom Bundesamt für Soziale Sicherung genehmigt worden. Der Gefahrtarif enthält in Teil III alle Unternehmensarten, für die die VBG sachlich zuständig ist, mit den für sie geltenden Gefahrklassen. Die Unternehmensarten sind in Gefahrtarifstellen zu Gefahrengemeinschaften zusammengefasst. Gefahrklassen werden nicht für einzelne Unternehmen, sondern für Unternehmensarten beziehungsweise Gefahrtarifstellen festgestellt. Die in den Unternehmensarten zusammengefassten Unternehmen sind technologisch gleicher oder ähnlicher Art oder weisen gleiche oder ähnliche Gefährdungsrisiken auf.

Die VBG hat sich entschieden, die maximal mögliche Laufzeit des aktuellen Gefahrtarifs um ein Jahr auf fünf Jahre zu verkürzen. Dadurch gelingt es, die Einflüsse der Covid-19-Pandemie auf die maßgeblichen Faktoren für die Gefahrklassenberechnung unberücksichtigt zu lassen.

Sportunternehmen, und hierzu zählen auch Sportvereine, sind in der Gefahrtarifstelle 12 zusammengefasst. Für diese bringt der Gefahrtarif 2022 eine Veränderung.

Die bisherige Trennung nach bezahlten Fußballsportler*innen und den sonstigen bezahlten Sportler*innen in den zwei Teiltarifstellen 12.1 und 12.2 wird nicht fortgeführt. Alle bezahlten und selbständigen Sportler*innen sind ab 2022 in einer Teiltarifstelle (12.1) zusammengefasst. Die Teiltarifstelle für Versicherte in Sportunternehmen, sofern sie nicht bezahlte Sport*innen sind (jetzt 12.2), bleibt in ihrer Zusammensetzung unverändert bestehen. Für die beiden Teiltarifstellen 12.1 und 12.2 des Gefahrtarifs 2017 kommt es im Gefahrtarif 2022 zu einem Absinken der berechneten Gefahrklasse, weil die Zahl der Versicherungsfälle rückläufig war beziehungsweise konstant blieb.

Die Sportunternehmen werden ab 2022 somit zu den zwei Teilgefahrtarifstellen 12.1 und 12.2 mit den jeweiligen Gefahrklassen veranlagt. Fitness- und andere Sportstudios sowie Sport-, Gymnastik-, Ballett- und Tanzschulen werden – wie bisher – nur zu der Teiltarifstelle 12.2 veranlagt.

Weiterführende Informationen:

Der neue Gefahrtarif mit weiteren Informationen ist auf den Internetseiten der VBG abrufbar.

Hier finden Sie die aktuelle Gefahrtariftabelle.

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