Auch Kindersport geht wohl nur mit Schnelltest

AKTUALISIERUNG 03. Juni 2021:

Die heute notverkündete und ab Montag (07.06.2021) gültige neue Corona-Verordnung hat Änderungen gebracht:

Schülerinnen und Schüler können bei Angeboten aus den Öffnungsstufen, bei denen eine Testpflicht besteht, auch einen von der Schule bescheinigten negativen Test vorlegen, der nicht älter als 60 Stunden ist. Kinder, bis einschließlich fünf Jahre, die asymptomatisch sind, werden als getestete Personen angesehen. Sie müssen also nicht getestet werden.

Eine neue Stufe für Stadt- oder Landkreise wurde eingeführt, wenn die Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen unter 35 liegt: Dann fällt die Testpflicht aus den Öffnungsstufen 1, 2 und 3 für den Außenbereich weg.

Weiteres ist nachzulesen auf unserer Corona-Informationsseite.

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AKTUALISIERUNG 02. Juni 2021:

Angesicht der  Unsicherheit im Hinblick auf die Testung von Kindern und Jugendlichen im Sport hat sich der Sportkreis Manheim bereits in der letzten Woche an das Ordnungsamt der Stadt Mannheim gewandt und um eine Positionierung gebeten.

Der Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Stadt Mannheim teilte am Montag, den 01. Juni schriftlich mit:

"Das Sozialministerium und Kultusministerium haben sich in den letzten Tagen über das Mindestalter für Coronatestungen als Voraussetzung für die Nutzung von Einrichtungen und Angeboten gemäß CoronaVO abgestimmt und diese Thematik konkretisiert.
Das Kultusministerium teilte folgendes exemplarische Abstimmungsergebnis zu Sport mit : „Das Kultusministerium folgt in dieser Angelegenheit der Rechtsauffassung des Sozialministeriums, wonach § 21 den § 15 der Corona-Verordnung überlagert.
Das bedeutet, dass alle Personen ab 6 Jahren einen Test-, Impf- oder Genesenennachweis für die Nutzung von Sportanlagen und Sportstätten vorlegen müssen. Hiervon sind auch Kinder unter 14 Jahren und deren Trainerinnen und Trainer beim Vereinssport in 20er-Gruppen umfasst.“

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AKTUALISIERUNG 02. Juni 2021:

Mit Datum vom 01.06.2021 teilt der Sportkreis Stuttgart mit:

"Die Verpflichtung einen tagesaktuellen negativen Test für den Gruppensport im Freien mit maximal 20 Personen vorzuweisen gilt nun doch ab dem Alter von sechs Jahren.
Alternativ kann weiterhin eine Geimpften- oder Genesenenbescheinigung vorgelegt werden. Die Testpflicht schließt auch die Übungsleiter oder Trainer mit ein.
Darauf haben sich das Sozialministerium und das Kultusministerium des Landes Baden-Württemberg geeinigt.
"

Die im Text unten zitierte Mitteilung Stuttgart betreffend ist also hinfällig.

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AKTUALISIERUNG 31. Mai 2021:

Der Badische Sportbund hat seine Info-Seite zur Corona-Krise aktualisiert. In der Rubrik Rahmenbedingungen für den Vereinssport ist eine Checkliste hinterlegt, die zusammenfasst, welche Aspekte beachtet werden müssen und was überhaupt erlaubt ist. Hier heißt es analog und ergänzend zu unserer oben stehenden Darstellung:

"Unterschiedliche Ansichten gibt es vor allem bei der Frage ob bei Sportgruppen, an denen ausschließlich Kinder bis 13 Jahren und ihre Trainer*innen teilnehmen, eine Vorlagepflichtbzgl. eines Test-, Impf- oder Genesenennachweises besteht.

Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Ordnungsamt vor Ort!

Unstrittig besteht diese Vorlageverpflichtung für die ganze Gruppe, sofern auch nur einer der Teilnehmenden 14 Jahre alt ist.
Der Test muss tagesaktuell sein, also nicht älter als 24 Stunden.
Als vollständig geimpft gelten Personen 14 Tage nach der Letztimpfung, also meist der Zweitimpfung.
Als genesen gelten Personen, sofern die Infektion mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt.
"

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28. Mai 2021:

Die Vereine waren und sind verunsichert ob der geltenden Regelungen zur Testpflicht im Bereich des Kindertrainings. Wir fassen im Folgenden den Sachstand zusammen:

Während die neue Sportministerin Theresa Schopper die Ansicht vertrat, dass Kinder bis 14 Jahre für das Training im Freien keinen Test benötigen, sah dies Sozialminister Lucha offenkundig anders.

Der Badische Sportbund Nord informiert auf seiner Infoseite zur Corona-Krise unter Rahmenbedingungen zum Vereinssport (Stand 19. Mai 2021) und folgte damit der Sichtweise des Kultusministeriums:

"Nach der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg testpflichtige Mitglieder und Sporttreibende sowie „Anleitungspersonen“ im Sinne der Notbremse laut IfSG §28 b können nach unserer Lesart zusätzlich zu öffentlich zugänglichen Schnelltests auch zur Laienanwendung gedachte Selbsttests durchführen (das ergibt sich aus §21 Absatz 8 in Kombination mit §5 Corona-VO BW).
Allerdings müssen diese Selbsttests überwacht und bescheinigt werden und dürfen nicht älter als 24 Stunden sein. Rechtlich wird dieser überwachte Selbsttest wie ein Schnelltest gewertet (bei einem positiven Ergebnis entsteht eine Absonderungspflicht. Zudem wird dringend geraten, einen positiven Test mittels eines PCR-Tests überprüfen zu lassen). Sportmöglichkeiten, die bis zum 14.05.2021 ohne Test möglich waren, wie Sportgruppen mit Kindern bis einschließlich 13 Jahren im Freien, sind auch weiterhin ohne Test möglich (§15 Absatz 1, s.a. „Regelungen Vereinssport im Überblick“ des KuMi im Downloadbereich).
"

Ein Sprecher des baden-württembergischen Sozialministeriums widersprach dem in einer Pressemitteilung, veröffentlicht im Mannheimer Morgen und verwies auf zwei Verordnungen. Ab dem siebten Lebensjahr sei der Test bindend vorgeschrieben.

Gleichlautend interpretiert den Sachverhalt auf seiner Website auch der Württembergische Landessportbund (Datum des Zugriffs auf die Meldung 29.05.2021): "Die Freude über die Öffnungsperspektiven für den Sport war groß, wurde nun aber schnell getrübt – zumindest den Kinder- und Jugendsport betreffend. Das Sozial- und das Kultusministerium Baden-Württemberg haben sich darauf geeinigt, dass alle Personen ab sechs Jahren für die Nutzung von Sportanlagen und Sportstätten einen Test-, Impf- oder Genesenennachweis vorlegen müssen. Hiervon erfasst sind auch Kinder unter 14 Jahren sowie deren Trainer*innen beim Vereinssport in 20-er Gruppen."

Nun verhält es sich darüber hinaus wohl so, dass einzelne Städte von dieser Vorgabe abweichen. Der Sportkreis Stuttgart informiert mit Datum vom 27.05.2021 dahingehend wie folgt: "Das Ordnungsamt der Landeshauptstadt hat die Testpflicht für die 6 bis 13jährigen heute noch einmal rechtlich geprüft. Diese Altersgruppe braucht keinen Negativtest für den Sport. Die Verpflichtung einen tagesaktuellen negativen Test für den Gruppensport im Freien mit maximal 20 Personen vorzuweisen, gilt für alle Teilnehmer ab dem Alter von 14 Jahren. Alternativ kann weiterhin eine Geimpften- oder Genesenenbescheinigung vorgelegt werden."

Aus dem Einzugsgebiet des Sportkreises Mannheim ist uns derzeit aus keiner Kommune eine solche Sonderregelung, die einen Verzicht der Testung der Kinder im Alter bis 13 Jahren erlaubt, bekannt!

Auf den Seiten des Kultusministeriums und des Sozialministeriums selbst sind hierzu (Stand 30.05.2021) leider keine weiterreichenden Informationen zu finden, die den Vereinsverantwortlichen Verfahrenssicherheit geben.

Hinterlegt ist beim Sozialministerium jedoch der Bußgeldkatalog, der bei einem Verstoß gegen den Testnachweis wie folgt vorsieht: "Gewährung des Zutritts zu einer der in § 21 Abs. 1 bis 3 genannten Einrichtungen, Betriebe oder Veranstaltungen ohne Kontrolle des Test-, Impf- oder Genesenennachweises (§ 27 Nr. 16 i.V.m. § 21 Abs. 8 Satz 1 CoronaVO)" für den Veranstalter ein Bußgeld im Rahmen zwischen 500 und 10.000 Euro, für die betroffene Person zwischen 150 und 1000 Euro.

HANDLUNGSEMPFEHLUNG DES SPORTKREISES MANNHEIM:

Die Corona-Verordnung gültig ab 14. Mai 2021 erlaubt für Kinder bis zum 14. Lebensjahr laut § 15 Abs.1 Satz 8 der Corona-VO, dass diese ohne Test in Gruppen bis 20 Personen kontaktarmen Sport auf einem Sportgelände im Freien ausüben dürfen.

Die selbe Corona-Verordnung sieht inzidenzgebundene Öffnungsschritte vor. Sinkt die Inzidenz in einer Region unter den Wert von 100, so treten nach § 21 Abs.1 Satz 12 „Erleichterungen“ in Kraft. Erlaubt ist nun, dass Gruppen bis 20 Personen (ohne Altersbeschränkung) den kontaktarmen Sport im Freien ausüben dürfen. Allerdings sieht dieser § 21 immer eine Kontaktnachverfolgung, ein Hygienekonzept und einen aktuellen, negativen Antigentest vor. Inwieweit dieser §21 den §15 überlagert, kann von uns nicht eingeschätzt werden. Es empfiehlt sich, ggf. bei der Ordnungsbehörde der zuständigen Kommune nachzufragen.

Auch wenn die "Erleichterungen" ganz offenkundig einen bedauerlichen und eigentlich vermeidbaren Mehraufwand mit sich bringen, empfehlen wir schon aufgrund der möglicherweise drohenden Bußgelder den Vereinsverantwortlichen, auch bei Kindertrainings auf der Vorlage eines negativen Testergebnisses zu bestehen!

 

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