Zeitgeist im Bild

Bilder sagen mehr als tausend Worte – jeder Monat steht seit Anfang des Jahres beim Sportkreis Mannheim unter einem eigenen fotografischen Motto. Dieses gibt den Aspekt vor, unter dem in Szene gesetzt werden kann, was einen Sportverein auszeichnet und wofür ein einzelner Verein steht. Sportstätten, Mannschaften, Sportler, Trainingssituationen und alles, was zum Vereinsleben gehört, darf abgebildet werden.

Mit dem April-Motto „Nachwuchs“ traf der Sportkreis ein Themenfeld, das aktuell so leidenschaftlich diskutiert wird, wie selten zuvor und wie kaum ein anderes. Insbesondere die Kinder und Jugendlichen sind es nämlich, die durch die Einstellung des Vereinssportbetriebs am meisten leiden, insbesondere für sie geht daraus eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung hervor. Und so erreichte die Jury manches Bild, das neben Hoffnung auf Veränderung auch den Umgang mit  Situationen beleuchtete, die noch vor einem Jahr undenkbar gewesen wären: Ein kleines Kind vor zwei großen Bildschirmen, glücklich Seifenblasen pustend und sich bewegend, aber ohne unmittelbaren sozialen Kontakt zu anderen Kindern, weil diese nur medial anwesend sind. Dieses Bild von Andreas Lin vom TV Schwetzingen 1864 trifft den Zeitgeist in besonderer Weise und es mahnt.

Glücklicherweise meldet sich die Lobby der Kinder endlich immer lauter zu Wort, immer mehr Wissenschaftler, Fachleute und Protagonisten des organisierten Sports fordern auch inzidenzunabhängige Öffnung des Sports für Kinder und Jugendliche. Unter dem #BewegtEuch verlangen Spitzensportler die umgehende Rückkehr zum Sportbetrieb,  Landessportverband und DOSB  äußern sich in einem offenen Brief und unter der Federführung des DFB heißt es „Draußen muss drin sein“.

Es ist gut, dass nun endlich dem sportlichen Nachwuchs deutlicher und lauter eine Stimme gegeben wird, denn die Corona-Krise ist die Krise der Kinder!

Wissenschaftler wie Professor Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln warnen: Weil Kinder und Jugendliche zu wenig Sport treiben, werden Krankheitsbilder, die mit Übergewicht und Bewegungsarmut zusammenhängen, in den nächsten Jahren zunehmen. Der 4. Kinder- und Jugendsportbericht bestätigt bereits, dass die Fettleibigkeit aktuell zunimmt und die physische, psychische und soziale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigt ist. 

Laut einer Studie des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf zeigt fast jedes dritte Kind in Deutschland psychische Auffälligkeiten. Ansgar Thiel, Professor am Institut für Sportwissenschaften der Universität Tübingen bemängelt: „Die Bedeutung des Sports wird nicht gesehen. Auch der Bewegungsmangel kann krank machen."

Kinder brauchen Bewegung und Sozialkontakte und ihre Bedürfnisse wurden bislang in der Corona-Zeit marginalisiert. Dass Kinder und Jugendliche lange Zeit nicht in die Vereine durften und keinen Sportunterricht erhalten, sorgt dafür, dass ihr Bewegungsverhalten massiv zurückgegangen ist. Spazieren gehen oder Joggen ist für Kinder nicht attraktiv. Viele haben konditionell stark abgebaut. Dazu kommt, dass der Zusammenhalt, den sie in ihren Sportteams hatten, weggebrochen ist.

Auch das Kinderhilfswerk Unicef warnt, geschlossene Schulen, Vereine und fehlende soziale Kontakte würden nicht nur die Bildungserfolge, sondern auch die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen gefährden.

Dies  alles gilt für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung umso mehr und so soll das April-Siegesbild von Heiko Striehl vom TSV 1846 Mannheim  in besonderer Weise an die Fröhlichkeit und den Lebensmut  erinnern, die das Sporttreiben ALLEN schenkt.

Andreas Lin, TV Schwetzingen 1864

Heiko Striehl, TSV 1846 Mannheim

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