Gedankenaustausch zu Öffnungsstrategien

Der Lockdown trifft den Vereinssport nach wie vor mit voller Wucht und auch bei den jüngsten Entscheidungen wurde der Sport wieder vertröstet. Die Sportminister hatten vor dem Kanzlerin-Ministerpräsidenten-Treffen am 10. Februar vergeblich auf Lockerungen gedrängt.

Im Vorfeld hatten die verschiedenen Verbände noch erneut  bekräftigt, ihre Fachexpertise einbringen zu können und zu wollen.  BSB-Präsident  Dr. Martin Lenz äußerte: „Die Notwendigkeit der Politik, in der aktuellen Situation handeln zu müssen, steht außer Frage. Gleichzeitig wird der Erhalt der physischen und psychischen Gesundheit der Gesellschaft durch den Sport und damit verbundenen Bewegungsangeboten erheblich gefördert. Im Sinne einer schnellen Rückkehr in den Sportbetrieb erachten wir die Einbindung der spezifischen Kompetenzen des organisierten Sports daher für unverzichtbar.

Für den Sportkreis Mannheim ist es wichtiges Anliegen, dies an der Basis zu unterstützen und mit den politischen Gremien insbesondere auf kommunaler Ebene im steten Austausch zu bleiben. So fand am 18. Februar ein sehr konstruktives Gespräch des Sportkreis-Vorstands mit dem neuen Fraktionsvorsitzenden  der SPD-Fraktion im Mannheimer Gemeinderat Thorsten Riehle und seinem Team statt. Es ging dabei um Fördermöglichkeiten, mögliche Öffnungsszenarien und die Unterstützung, die dabei benötigt wird.

Die Öffnung der Sport- und Freizeitstätten war im vergangenen Jahr in vielen kleinen Schritten erfolgt. Zwischen Mai und September gab es etliche Varianten an organisatorischen Rahmenbedingungen für die Vereine, was Anzahl der Trainingsteilnehmer, der Trainingsfläche und Trainingsdauer betrifft: alleine, zu fünft oder zu zehnt, mit oder ohne Mindestabstand, mit oder ohne Kontakt, als Einzelsportler, als Mannschaft, In- oder Outdoor, mit oder ohne Umkleiden- und Duschnutzung,... Bei allem Wunsch nach Öffnungen der Sportstätten im Rahmen des pandemiologisch Verantwortbaren ist eine längerfristige Verbindlichkeit, z.B. im Rahmen eines Stufenplans, dringend vonnöten.

Es war im Rahmen des Austauschs überflüssig, zu erwähnen, welch unverzichtbaren  Beitrag die Vereine  insbesondere auch für Kinder und Jugendliche leisten. Dies ist den Gesprächsteilnehmern bestens bekannt. Den dringenden Wunsch, den so wichtigen gesamtgesellschaftlichen Auftrag bald wieder ausüben zu dürfen, hat  die Sportkreisvorsitzende Sabine Hamann dennoch besonders betont.  Hilferufe von Medizinern, Psychologen, Jugendämtern lassen aufhorchen, selbst nach dem deutlich kürzeren Lockdown im vergangenen Jahr konnten Trainer bereits deutliche Veränderungen an den jugendlichen Sportlern wahrnehmen. Sie irgendwann wieder von den Vorzügen des Sports zu überzeugen, könnte eine herausfordernde Aufgabe werden und sie ergänzt: „Wir wünschen uns den Sport als Teil der Lösung um der Gesundheit und des sozialen Miteinanders Willen.“

Ihr Stellvertreter Bernhard Deigert verweist ergänzend auf die Senioren, die Sport als physische und psychische Prävention nutzen, derzeit immobiler werden und schneller altern. Er zitiert Ingo Froboese von der Deutschen Sporthochschule in Köln, der sagt: "Wir produzieren gerade noch mehr Pflegebedürftige, viele Menschen werden nicht austherapiert sein, weil der Reha-Sport wegfällt".

Der Vorstand des Sportkreises Mannheim wird weitere Gespräche führen, in anderen Gremien, mit weiteren Parteien und dabei nicht müde werden, immer wieder zu betonen: Sport ist nicht das Problem, sondern die Lösung!

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