Sitzung des Sportausschusses des Kreistags des Rhein-Neckar-Kreises

Am 5. November hatten die Vertreter der Sportkreise Heidelberg, Mannheim und Sinsheim (Vorsitzende sowie sachkundige Einwohner) die Gelegenheit, bei der Sitzung des Sportausschusses des Kreistags des Rhein-Neckar-Kreises über den Sportbetrieb zu informieren und folgendes Statement abzugeben:

"Sehr geehrter Herr Landrat Dallinger, sehr geehrte Damen und Herren,

in der gebotenen Kürze möchten wir drei Sportkreise die Gelegenheit nutzen, auf das Anliegen des Breiten- und Vereinssports aufmerksam zu machen und um Ihre Unterstützung zu werben:

Auch für uns ist die Gesundheit der Bevölkerung von oberster Priorität. Sport und Wohlbefinden lassen sich nicht trennen und die Bedeutung des Sports für die Gesunderhaltung von Körper, Geist und Seele ist unbestritten. Gerade deshalb waren die Anstrengungen in den Sportvereinen in den vergangenen Monaten so groß. Mit riesigem Engagement haben die Ehren- und Hauptamtlichen in den Vereinen Hygienekonzepte entwickelt und die Sporttreibenden haben diese in großem Verantwortungsbewusstsein umgesetzt. Selbst Virologen loben immer wieder ausdrücklich die Konzepte, die der Sport mit hohem finanziellem Aufwand entwickelt hat.

Und nun stehen wir vor der widersprüchlichen Situation, dass wir, weil wir uns um die Gesundheit sorgen, ausgerechnet das Sporttreiben, das gesund und fit erhält, einstellen. Wir Menschen brauchen Bewegung und soziale Kontakte - gerade in der nun dunkler werdenden Jahreszeit. Genau das darf der Vereinssport uns in den nächsten Wochen aber nicht geben. Dies verunsichert und enttäuscht - vor allem vor dem Hintergrund, dass die nachweislich erfolgreichen Bemühungen des organisierten Sports bei der jüngsten Entscheidungsfindung keinerlei Berücksichtigung gefunden und zu derart rigiden Beschlüssen geführt haben. So wird es künftig schwierig, Sportvereinen und -verbänden Sinn und Wirksamkeit von Regierungsbeschlüssen nachvollziehbar zu vermitteln. Es droht, dass das bisher überwiegend loyale Handeln einer enttäuschten Resignation weicht.

Im Sinne einer schnellen Rückkehr in den Sportbetrieb ist die Einbindung der fachspezifischen Kompetenzen des organisierten Sports in Entscheidungsfindungen unverzichtbar. Gerade jetzt ist es von immenser Bedeutung, mit den Vertretern des Sports in intensiven Austausch zu kommen und unseren Vereinen und Fachverbänden und vor allem den Menschen darin eine klare Perspektive aufzuzeigen. Die tragfähigen Vereinskonzepte sollten dabei die Ausgangsbasis für professionelles Krisenmanagement sein. Den Sportbetrieb stattdessen erneut zu untersagen, heißt, die zu Beginn der Pandemie angewendete Strategie zu wiederholen, als habe es in den vergangenen Monaten keinen Erkenntnisgewinn gegeben. Nicht Schließung kann die Methode der Wahl sein, sondern eine Klarstellung, unter welchen Bedingungen Sport stattfinden kann. Der Berliner Senat hat bspw. entschieden, dass Kinder unter zwölf Jahren auch im November weiterhin gemeinsam draußen trainieren dürfen. Dies sollte für Baden-Württemberg beispielgebend sein.

Viele Vereine verzeichnen in Folge der Coronavirus-Pandemie finanzielle Defizite oder erwarten diese noch in der Zukunft. Auch bei den Mitgliederzahlen ist ein Negativtrend zu erwarten. Auf Dauer kann man kein System am Leben erhalten, das nicht mehr ausüben kann, wofür es eigentlich gemacht ist. Eine Verlängerung der „Soforthilfe Sport“ über den aktuell befristeten Antragszeitraum (30. November 2020) hinaus sieht der Badische Sportbund Nord zur nachhaltigen Liquiditätssicherung von Vereinen und Fachverbänden – ebenso wie die Fortsetzung der bereits im ersten Halbjahr praktizierten unbürokratischen Auszahlung von Übungsleiter-Zuschüssen - als unerlässlich an.

Eine zeitnahe Wiedereröffnung des Sportbetriebs ist darüber hinaus für die Bevölkerung und insbesondere für die Kinder und Jugendlichen vor dem Hintergrund des gesundheitlichen Aspekts sowie des sozialen Zusammenhalts im Sport von größter Bedeutung! Wir appellieren an die Kommunen sowie die anderen Träger der Sportstätten eindringlich, den Sportlern den Zugang zu ermöglichen und die Sportinfrastruktur zur Verfügung zu stellen. Nichts wäre verheerender als eine Öffnung des Sportbetriebes bei geschlossenen Sportstätten.

Die finanzielle Unterstützung unserer Vereine sowie eine zeitnahe Öffnung des organisierten Sports ist gerade jetzt im Herbst und Winter notwendig, um nicht nur Kindern und Jugendlichen, sondern allen Menschen – insbesondere auch den Senioren – in Baden-Württemberg auch weiterhin Zugang zum Vereinssport und damit zur Gesunderhaltung zu ermöglichen. Für Ihre Unterstützung hierbei danken wir Ihnen herzlich."

Sabine Hamann für die drei Sportkreise

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