Digitale Informationsveranstaltung "E-Sport im Sportverein"

Mitgliederangebote in Zeiten der Corona Krise - SCHWIERIGE ZEITEN ERFORDERN NEUES DENKEN

Gerade in diesen herausfordernden Pandemie-Zeiten, in denen das physische Beisammensein und gemeinsame Aktivitäten eingeschränkt sind, sind zahlreiche Vereine auf der Suche nach alternativen oder ergänzenden Angeboten für ihre Mitglieder. Der ein oder andere Vereinsverantwortliche stellt sich die Frage, ob man sich mit dem Phänomen E-Sport tiefergehend beschäftigen möchte. Sicherlich ist der E-Sport kein Ersatz für das Sporttreiben draußen auf dem Platz oder in der Halle - aber er kann vielleicht eine Ergänzung zu dem ohnehin bereits breit gefächerten Vereinsangebot sein.

E-Sport boomt…
E-Sport polarisiert…

Der Sportkreis Mannheim bot allen Interessierten am Abend des 4. Dezember digital die Möglichkeit, sich genauer über das Themenfeld zu informieren. Der Geschäftsführer des Sportkreises, Tom Kotzmann, freute sich sehr darüber, die Veranstaltung gemeinsam mit eSport Rhein-Neckar, der E-Sport-Abteilung des TSV Oftersheim, durchführen zu können. Abteilungsleiter, ehemaliger Nationalspieler und E-Sport-Koryphäe, Jonas Stratmann beantwortete in einem kurzweiligen Vortrag Fragen wie:

  • Wie baut man eine E-Sport-Abteilung in einem Sportverein auf - wie gründet man einen E-Sport-Verein?
  • Wie kann man sich für Sponsoren interessant machen?
  • Wie finanziert man den ersten Gaming-Raum und was kostet das denn überhaupt?
  • Wie fördert man die Entwicklung von Spielern und Trainern?
  • Wie gelingt die Beschaffung des nötigen E-Sport-Equipments, ohne die Vereinskasse zu sehr zu belasten?

Die Zuschauer erhielten konkrete Tipps zur schnellen Hilfe und Vorschläge zur Umsetzung. Jonas Stratmann konnte hierbei immer wieder auf eigene Erfahrungen verweisen und ganz praktische Beispiele aufzeigen. Hier ist sicherlich bedeutsam, dass der passionierte E-Sportler als gelernter Heilerziehungspfleger und Internatsleiter über sehr vielfältige Zugänge zur Welt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen verfügt. Sein Anliegen ist es, Jugendliche zu erreichen, die Vereine sonst nicht erreichen würden. Er zeigte auf, wie Kinder und Jugendliche, die allein zuhause sitzen und zocken, über E-Sport-Vereine oder -Abteilungen zurück in die Gesellschaft geführt werden können. Deutlich wurde in seinem Vortrag die Unterscheidung von "Gaming" und "E-Sport". Während beim Gaming die Zeit allein daheim vor dem Computer verbracht und oft auch verschwendet wird, ist E-Sport kompetitiv, auf Wettkampf ausgerichtet, und wird gemeinsam betrieben. Es geht hier, wie bei anderen Sportarten um Teamspirit, um Konzentration, um strategisches Denken, um Kampfgeist, Durchhaltevermögen und um Zuverlässigkeit.

Gut dreieinhalb Jahre nach Gründung gibt es in der E-Sport-Abteilung des TSV Oftersheim rund 150 Mitglieder, die im 2019 eingeweihten 350m² E-Sport-Leistungszentrum in Mannheim trainieren. Dass es keine neue Vereinsgründung, sondern die Abteilungsgründung eines traditionellen Vereins war, war sicherlich ein Weg, der die Akzeptanz einer breiten Basis für das Vorhaben in Oftersheim sicherte.

In Deutschland ist der E-Sport bisher nicht als Sportart anerkannt und gilt daher nicht als gemeinnützig. Es gibt aber dennoch Wege, E-Sport-Abteilungen in Sportvereine einzubinden, ohne die Gemeinnützigkeit zu verlieren. In dieser wie in vielen anderen Fragen bot Jonas Stratmann den Zuhörern Hilfe und Unterstützung an.

Untermalt wurde der Vortrag durch kleine Filmbeiträge, die einen beeindruckenden Einblick in das Trainingszentrum eröffneten. Jonas Stratmann gab einen Überblick über Organisations- und Trainingsstrukturen und sprach auch über die Herausforderung, geeignete Trainer zu finden. Eindrücklich schilderte er die Vorteile, die sich für einen Verein durch die Gründung einer E-Sport-Abteilung ergeben könnten und nannte die Stichworte Digitalisierungshelfer, neue Kooperationsmöglichkeiten oder erhöhte Reichweite für den Gesamtverein. Er bewertete die Verbindung des E-Sport mit einem bewegungsintensiven Sportangebot und zeigte Wege auf, wie auch in bestehenden Abteilungen Menschen für den E-Sport begeistert werden können.

Ilka Harbich von derFirma SOTEC GmbH in Laudenbach gab im Anschluss Einblicke in die Hardware und mögliche Kostengestaltung eines E-Sport-Konzepts und stellte "E-Sport as a service" vor. Als Ausstatter des E-Sport Leistungszentrums kann die Firma Ansprechpartner für die technische Umsetzung von E-Sport Angeboten im Verein sein.

Wer die Vorträge nochmals im Original anschauen möchte, findet diese beim Twitchkanal e-Sport Rhein-Neckar . Der Stream beginnt bei Minute 00:09:55.

Jonas Stratmann (eSport Rhein-Neckar), Tom Kotzmann und Sabine Hamann (Sportkreis Mannheim) und Ilka Harbich (SOTC GmbH)

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